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Privatier-Rechner: Wie viel Geld brauchst du?

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Bei 3.000 € Monatsbedarf ergibt die 4-%-Faustregel 900.000 € Zielkapital. Der Privatier-Rechner zeigt zusätzlich deine spätere Rentenlücke und dein Kapital im Wunschalter. Steuern, Versicherung und Inflation musst du gesondert einplanen. Die Zahl ist eine erste Orientierung, keine Zusage, dass dein Geld dauerhaft reicht.

Schritt 1

Finde deine Privatier-Zahl

Deine Privatier-Zahl

900.000 €

Erste Orientierung für deine heutigen Ausgaben bei 4 % anfänglicher Entnahme. Eine spätere Rente ist in dieser Zahl noch nicht berücksichtigt.

Faustformel: monatliche Lebenskosten × 12 × 25

Plane Versicherung und eine Steuerreserve im Monatsbedarf ein. Der Rechner zieht diese Beträge nicht selbst ab.

Schritt 2

Berechne deine Rentenlücke

Deine Rentenlücke ab 67

Deine Rente deckt nur 60 % deines heutigen Lebens.

Dir fehlen voraussichtlich 1.200 €. Jeden Monat.

Deine Netto-Rente1.800 €

Jeden Monat ungedeckt1.200 €

Kapital für die Lücke nach der 4-%-Faustregel

360.000 €

Bis Rentenbeginn

12 Jahre ohne Rente

Von 55 bis 67 musst du 3.000 € pro Monat vollständig selbst finanzieren.

Ab Rentenbeginn

1.200 € pro Monat

Diese Lücke müssen dein Vermögen oder andere sichere Einkünfte schließen.

Die Brücke und das Kapital für die spätere Rentenlücke sind getrennte Orientierungen. Ein gemeinsamer Depotverlauf mit Entnahmen und Inflation wird hier nicht berechnet.

Schritt 3

Sieh dein Ziel, deinen Stand und deine Lücke

Dein Ergebnis

Dein Ziel
900.000 €
Dein Stand mit 55
50.000 €
Deine Lücke
850.000 €

Dein Stand wird mit deinem heutigen Kapital, deiner Sparrate und 7 % Modellrendite pro Jahr bis zu deinem Freiheitsalter berechnet. Das ist ein nominaler Betrag vor Steuern und Kosten. Inflation erhöht deinen künftigen Bedarf; sie ist hier nicht eingerechnet.

Heute: 6 % deiner Zahl 50.000 €

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Was dir der Privatier-Rechner zeigt

Der Privatier-Rechner macht drei Größen sichtbar: dein Ziel, deinen Stand und deine Lücke. Du beginnst mit einer einzigen Frage zu deinen monatlichen Lebenshaltungskosten. Direkt danach steht deine Privatier-Zahl auf dem Bildschirm.

Erst im zweiten Schritt kommen dein Alter und deine erwartete Netto-Rente dazu. Daraus entsteht deine Rentenlücke. Im dritten Schritt ergänzt du dein heutiges Kapital und deine monatliche Sparrate. Der Rechner zeigt dann den rechnerischen Abstand zu deinem Ziel.

Der Ablauf bleibt bewusst bei Zahlen. Der Rechner bewertet dich nicht. Er empfiehlt auch keine Investmentstrategie. Eine öffentliche Modellrechnung kann weder deine Risikotragfähigkeit noch deine persönliche Steuerlage oder deine übrigen Einkünfte vollständig erfassen. Der Leitfaden Privatier werden ordnet das Ergebnis deshalb in einen vollständigen Plan aus Ausgaben, Steuern, Krankenversicherung, Renten und Reserven ein.

Welche Rechnung zu deiner Frage passt

Deine Frage Passender nächster Schritt
Wie groß ist meine erste Zielsumme? Gib oben deinen vollständigen Monatsbedarf ein. Die Privatier-Zahl folgt der 4-%-Faustregel.
Kann ich vor der gesetzlichen Rente aufhören? Vergleiche die Jahre ohne Rente und die spätere Monatslücke. Prüfe anschließend im Die-with-Zero-Rechner Aufbauphase, spätere Rente, Inflation und Planungsalter zusammen.
Wie viel muss ich monatlich zurücklegen? Im Sparraten-Rechner kannst du auch deine eigene Zielsumme statt einer Million eingeben.

So entsteht deine Privatier-Zahl

Deine monatlichen Lebenshaltungskosten werden zuerst auf ein Jahr hochgerechnet und danach mit 25 multipliziert.

Bei 3.000 € im Monat sieht die Rechnung so aus:

3.000 € mal 12 mal 25 = 900.000 € Privatier-Zahl.

Der Faktor 25 entspricht der bekannten 4-Prozent-Faustregel. Eine anfängliche Entnahme von 4 % aus 900.000 € ergibt 36.000 € im Jahr. Das sind 3.000 € im Monat.

Diese Rechnung liefert eine Hausnummer. Sie beweist nicht, dass das Geld in jeder Marktlage und über jede beliebige Dauer reicht. Die ursprüngliche Untersuchung zur Entnahmeregel arbeitete mit historischen US-Daten und begrenzten Ruhestandszeiträumen. Mehr dazu findest du in der Untersuchung Determining Withdrawal Rates Using Historical Data.

So berechnet der Rechner deine Rentenlücke

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen deinen heutigen monatlichen Lebenshaltungskosten und deiner erwarteten monatlichen Netto-Rente. Beide Zahlen gehören in heutiger Kaufkraft in den Rechner.

Bei 3.000 € Lebenshaltungskosten und 1.800 € Netto-Rente fehlen ab Rentenbeginn 1.200 € pro Monat. Die Rente deckt damit 60 % des heutigen Lebens. 40 % bleiben ungedeckt.

Nach derselben Faustregel entsprechen 1.200 € monatlicher Lücke einem Kapital von 360.000 €:

1.200 € mal 12 mal 25 = 360.000 €.

Die Ergebnis-Karte trennt zwei Zeiträume. Vor dem Rentenbeginn muss dein Vermögen deine Lebenshaltungskosten vollständig tragen. Ab dem Rentenbeginn muss es nur noch die Differenz zwischen Lebenshaltungskosten und Netto-Rente ausgleichen.

Wer heute 55 ist, sofort frei sein möchte und die Rente ab 67 erhält, hat zwölf Jahre ohne Rente zu überbrücken. In diesem Zeitraum müssen bei 3.000 € Bedarf jeden Monat die vollständigen 3.000 € aus dem Vermögen oder aus anderen Einkünften kommen. Ab 67 sinkt die monatliche Lücke im Beispiel auf 1.200 €.

Beispiel: Mit 55 aufhören, Rente ab 67

Bei 3.000 € vollständigem Monatsbedarf und 1.800 € Netto-Rente ab 67 sieht die zeitliche Aufteilung so aus:

Zeitraum Was dein Vermögen finanzieren muss
Von 55 bis 67 3.000 € monatlich über 144 Monate. Ohne Rendite und Inflation wären allein die Auszahlungen 432.000 €.
Ab 67 Noch 1.200 € monatlich. Die separate 4-%-Faustregel dafür ergibt 360.000 € Kapital zum Rentenbeginn.

Die 432.000 € sind eine Summe von Auszahlungen, kein zusätzlich berechnetes Ergebnis des Rechners. Die 360.000 € beschreiben den späteren Kapitalbedarf nach einer anderen, vereinfachten Annahme. Der Rechner simuliert nicht, wie viel von deinem Depot nach den zwölf Jahren tatsächlich übrig ist. Auch die oben angezeigten 900.000 € sind eine eigene Orientierung ohne Rentenentlastung. Addiere diese drei Zahlen deshalb nicht zu einer vermeintlich exakten Privatier-Zahl.

Für einen gemeinsamen Verlauf mit Rentenbeginn und Inflation nutze den Die-with-Zero-Rechner. Prüfe dort zusätzlich ein höheres Planungsalter und Restkapital. Ein Datum für das rechnerische Aufbrauchen deines Vermögens ist keine Vorhersage deiner Lebensdauer.

Brutto, netto und Krankenversicherung richtig eintragen

Dein Monatsbedarf muss mehr enthalten als Miete und Lebensmittel. Rechne auch jährliche Ausgaben auf den Monat um und ergänze Kranken- und Pflegeversicherung sowie eine Schätzung der Steuer auf deine Entnahmen. Beispielhafte Planungsbeträge wären 2.400 € Lebenshaltung, 350 € Versicherung und 250 € Steuerreserve, zusammen 3.000 €. Das sind frei gewählte Annahmen, keine Beitragssätze oder persönliche Steuerberechnung.

Der Rechner zieht von seiner Auszahlung nicht automatisch Steuern ab. Bei einem ETF-Verkauf ist grundsätzlich der Gewinn maßgeblich, nicht der ganze Verkaufserlös. Bereits angesetzte Vorabpauschalen mindern den Veräußerungsgewinn nach § 19 InvStG. Mit Kauftranchen lässt sich das im ETF-Verkauf-Rechner nachvollziehen.

Bei freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung zählen laut Bundesgesundheitsministerium auch weitere Einnahmen wie Kapitalerträge zur Beitragsberechnung. Setze dafür deinen individuell geklärten Betrag ein. Bei der Rente gehört der erwartete Betrag nach Abzügen ins Feld. Beiträge, die darin bereits abgezogen sind, darfst du nicht nochmals vollständig in den Ausgaben ansetzen. Für die Zeit vor und nach Rentenbeginn können unterschiedliche Budgets nötig sein; oben wird nur ein Monatsbedarf verwendet.

„So früh wie möglich“ oder ein späteres Alter

Die Vorbelegung „So früh wie möglich“ setzt dein Freiheitsalter mit deinem heutigen Alter gleich. Die Projektion erfindet dann keine zusätzlichen Jahre. Dein Stand ist dein heutiges Kapital.

Du kannst stattdessen ein konkretes späteres Alter auswählen. Der Rechner verzinst dann dein vorhandenes Kapital und jede monatliche Sparrate bis zu diesem Alter. So kannst du prüfen, wie sich mehr Zeit auf deinen rechnerischen Stand auswirkt.

Ein Freiheitsalter vor deinem heutigen Alter ist nicht möglich. Ändert sich dein heutiges Alter, passt der Rechner die Auswahl „So früh wie möglich“ automatisch an.

Die feste Renditeannahme von 7 %

Für die Projektion bis zu deinem gewählten Freiheitsalter verwendet der Rechner fest 7 % Rendite pro Jahr. Die Jahresrendite wird geometrisch auf Monate umgerechnet. Neue Sparraten werden jeweils am Ende des Monats berücksichtigt.

Die 7 % sind keine Vorhersage. Die Börse entwickelt sich nicht gleichmäßig. Es gibt starke Jahre, schwache Jahre und längere Verlustphasen. Steuern und Kosten können das Ergebnis zusätzlich senken.

Der hochgerechnete Depotstand ist ein nominaler Zukunftsbetrag. Die Privatier-Zahl beruht dagegen auf deinen heutigen Ausgaben. Ohne Inflationsanpassung sind beide Größen für einen späteren Ausstieg nicht unmittelbar kaufkraftgleich. Der angezeigte Abstand ist deshalb nur eine grobe Orientierung. Für eine Planung über viele Jahre brauchst du mehrere Rendite- und Inflationsszenarien.

Wenn du Rendite, Laufzeit und Kosten selbst variieren möchtest, nutze den ETF-Sparplanrechner. Für die spätere Entnahme aus einem vorhandenen Vermögen ist der Entnahmeplan-Rechner die passendere zweite Rechnung.

Beispiel mit den Standardwerten

Im Standardbeispiel brauchst du 3.000 € im Monat zum Leben. Deine Privatier-Zahl beträgt deshalb 900.000 €.

Du bist 55 Jahre alt und möchtest so früh wie möglich frei sein. Deine erwartete Netto-Rente beträgt 1.800 € ab 67. Die Rente deckt damit 60 % deiner heutigen Lebenshaltungskosten. Es fehlen ab Rentenbeginn 1.200 € pro Monat. Das zugehörige Lücken-Kapital beträgt 360.000 €.

Heute sind 50.000 € Kapital vorhanden. Du legst 300 € im Monat zurück. Weil „so früh wie möglich“ im Standardfall heute bedeutet, steht in der Projektion kein zusätzlicher Zeitraum zur Verfügung. Dein Stand beträgt 50.000 €. Die Lücke zur Privatier-Zahl beträgt 850.000 €.

Wählst du ein späteres Freiheitsalter, wächst der Stand durch die 7-%-Modellrendite und deine monatliche Sparrate. Die Zahl wird dabei auf volle Euro angezeigt. Sie wird nicht auf glatte Tausender oder eine gefällige runde Summe verkürzt.

Häufige Fehler bei der Eingabe

Trag bei den Lebenshaltungskosten nicht dein Wunschleben ein. Nimm den Betrag, den du für dein normales Leben tatsächlich brauchst. Miete, Lebensmittel, Auto, Versicherungen, Reisen und regelmäßige Verpflichtungen gehören dazu.

Verwechsle die Brutto-Rente nicht mit der Netto-Rente. Der Rechner fragt bewusst nach dem Betrag, der dir voraussichtlich nach Abzügen zur Verfügung steht. Ist der Betrag unklar, rechne vorsichtig und prüfe später mit einer aktualisierten Auskunft nach.

Zähl dasselbe Vermögen nicht doppelt. Dein heutiges Kapital gehört in das Kapitalfeld. Eine monatliche Sparrate gehört nur in das Sparratenfeld. Künftige Einzahlungen sind noch kein heutiges Kapital.

Lies die Lücke nicht als Urteil. Sie ist der mathematische Abstand zwischen deinen Eingaben und deiner Privatier-Zahl. Ändern sich deine Ausgaben, dein Kapital, deine Sparrate oder dein Zeithorizont, ändert sich auch die Lücke.

Was das Ergebnis nicht verspricht

Der Rechner kennt keine Mieteinnahmen, privaten Renten, Erbschaften oder späteren Teilzeit-Einkünfte, solange du sie nicht indirekt in deinem Bedarf berücksichtigst. Er kennt auch keine individuelle Steuerbelastung, Fondskosten oder Depotkosten.

Das Ergebnis ist deshalb kein fertiger Finanzplan. Es ist eine nachvollziehbare Orientierung mit festen Annahmen. Rechne erneut, wenn sich deine Lebenshaltungskosten, deine Rentenauskunft oder dein investiertes Kapital verändern.

Eine grüne Karte bedeutet, dass dein Stand in dieser vereinfachten Rechnung mindestens deine Privatier-Zahl erreicht. Sie ist keine Garantie für eine bestimmte Rendite oder eine unbegrenzte Entnahmedauer. Plane für persönliche Entscheidungen zusätzliche Reserven ein und prüfe die Annahmen für deine konkrete Situation.

Die Angaben zu Steuern und Krankenversicherung in diesem Text wurden am 20. September 2026 an den verlinkten Primärquellen geprüft.

Häufige Fragen

Wie viel Geld brauche ich, um finanziell frei zu sein?
Der Privatier-Rechner multipliziert deine monatlichen Lebenshaltungskosten mit 12 und danach mit 25. Bei 3.000 € im Monat ergibt das eine Privatier-Zahl von 900.000 €. Der Faktor 25 entspricht einer anfänglichen Entnahme von 4 % pro Jahr. Das ist eine Faustregel und keine Garantie.
Wie berechnet der Rechner meine Rentenlücke?
Der Rechner zieht deine erwartete monatliche Netto-Rente von deinen heutigen monatlichen Lebenshaltungskosten ab. Bei 3.000 € Kosten und 1.800 € Netto-Rente bleiben ab Rentenbeginn 1.200 € pro Monat ungedeckt. Nach der 4-%-Faustregel entspricht diese Lücke 360.000 € Kapital.
Was bedeutet „so früh wie möglich“ beim Freiheitsalter?
Der Rechner setzt dein Freiheitsalter dann mit deinem heutigen Alter gleich. Dein Stand besteht in diesem Fall aus deinem heutigen Kapital. Wählst du ein späteres Alter, wird dein Kapital mit deiner Sparrate und der festen 7-%-Modellrendite bis zu diesem Alter hochgerechnet.
Welche Rendite verwendet der Privatier-Rechner?
Für die Projektion verwendet der Rechner fest 7 % Rendite pro Jahr und rechnet diese geometrisch auf Monate um. Neue Sparraten werden am Ende jedes Monats berücksichtigt. Das ist eine Modellannahme für die Orientierung und weder eine Prognose noch eine Renditezusage.
Funktioniert der Rechner auch, wenn ich bereits in Rente bin?
Ja. Sobald dein heutiges Alter mindestens deinem eingegebenen Rentenalter entspricht, entfällt die Zeit ohne Rente. Der Rechner vergleicht deine heutigen Lebenshaltungskosten direkt mit deiner Netto-Rente und zeigt die monatliche Versorgungslücke.
Warum zeigt der Rechner keine passende Investmentstrategie?
Der Rechner soll nur drei Größen sichtbar machen, dein Ziel, deinen Stand und deine Lücke. Welche Vorgehensweise zu deiner Situation passt, hängt von mehr Angaben ab und gehört nicht in eine vereinfachte öffentliche Modellrechnung.
Was passiert, wenn mein Kapital bereits über meiner Privatier-Zahl liegt?
Dann zeigt der Rechner keine künstliche Lücke. Die Ergebnis-Karte wird grün und meldet „Du bist auf Kurs.“ Das ist weiterhin eine vereinfachte Rechnung und keine Garantie, dass das Kapital in jeder Marktlage dauerhaft reicht.
Berücksichtigt der Rechner Inflation, Steuern und Kosten?
Nein. Lebenshaltungskosten und Rente werden als heutige Beträge eingegeben. Steuern, Fondskosten, Depotkosten, Inflation und schwankende Renditen sind nicht einzeln berücksichtigt. Das Ergebnis ist eine Orientierung und kein persönlicher Finanzplan.

Modellrechnung auf Basis deiner Eingaben, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung und keine Zusage einer Wertentwicklung. Ob etwas in deiner Situation passt, klärst du mit einem Steuerberater. Ausführlicher Hinweis.