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Marktbericht ·

Warshs Schweigen beruhigt, Unicredit greift nach Commerzbank

NeumannTerminal · Kurse vom · automatisch erstellt mit KI

Das Wichtigste in Kürze

Märkte im Überblick

MarktStandZum Vortag
S&P 500 7.744 +0,33 %
Dow Jones 52.178 +1,08 %
Nasdaq 26.713 +0,08 %
DAX rund 25.383 (Vortag), Indikation ~25.520 +0,33 % (Vortag), Indikation +0,5 %
Gold 4.198 USD +0,67 %
Öl (WTI) rund 97,30 USD -0,7 %
Bitcoin 82.156 USD +1,67 %
Ethereum 2.451 USD +4,00 %
Euro/Dollar 1,12 +0,13 %

Schlussstände des letzten Handelstags. Kursdaten: Financial Modeling Prep, dpa-AFX/Ariva, Reuters/hdfcsky.

Fed-Chef Warsh lässt die Zinsfrage offen, die Märkte atmen auf

Kevin Warsh, Chef der US-Notenbank Fed, sprach am Donnerstag auf der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Bangkok. Zur nächsten Zinsentscheidung sagte er nichts. Die Fed berät am 27. und 28. Oktober über den Leitzins, also den Zins, zu dem sich Geschäftsbanken bei der Notenbank Geld leihen. Er liegt derzeit bei 3,75 bis 4,00 %, nachdem die Fed ihn im September angehoben hatte.

Händler deuteten die Zurückhaltung als Entlastung. Laut Reuters und finanzmarktwelt.de fiel die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer weiteren Erhöhung im Oktober von rund 27 % auf unter 15 %. Die Renditen, also die Zinsen auf Anleihen, gaben nach. Auch der Dollar verlor an Wert. In Asien zogen die Börsen am Freitag an, der Hang Seng in Hongkong gewann rund 1 %.

Für Anleger zählt das, weil höhere Zinsen Kredite für Firmen verteuern und Anleihen gegenüber Aktien attraktiver machen. Sinkt die Sorge vor einer Erhöhung, stützt das Aktien und Gold. Erledigt ist das Thema damit nicht. Die US-Inflation lag am Mittwoch bei 3,7 %, Fachleute hatten 3,6 % erwartet. Laut Protokoll der letzten Fed-Sitzung hält eine Mehrheit im Gremium eine weitere Erhöhung in diesem Jahr für wahrscheinlich. Heute könnten sich in Bangkok weitere Fed-Vertreter wie Mary Daly oder Michelle Bowman zur Zinspolitik äußern.

Was sonst wichtig war

EZB öffnet Unicredit den Weg zur Commerzbank

Die EZB-Bankenaufsicht hat am Donnerstagabend entschieden, dass Unicredit ihren Anteil an der Commerzbank ohne Obergrenze über 30 % ausbauen darf. Laut Reuters und AFP besitzt die italienische Bank bereits rund 48 % der Anteile. Bis Jahresende will sie 50 % der Stimmrechte halten. Damit rückt die größte grenzüberschreitende Bankenübernahme in Europa seit der Finanzkrise näher. Bundesregierung und Commerzbank-Spitze lehnen den Schritt weiter ab. Laut ZDF geht es um rund 40.000 Arbeitsplätze und den Finanzplatz Frankfurt.

Industriewerte vorn, Technologie tritt auf der Stelle

An der Wall Street legte der Dow Jones am Donnerstag 1,08 % auf 52.178 Punkte zu. Der breitere S&P 500 gewann 0,33 % auf 7.744 Punkte. Der technologielastige Nasdaq kam mit 0,08 % auf 26.713 Punkte kaum voran. Tech-Aktien blieben nach dem Ausverkauf bei KI-Werten in den Vortagen zurückhaltend. Der DAX schloss am Donnerstag 0,33 % höher bei rund 25.383 Punkten. Laut dpa-AFX und Ariva lag die vorbörsliche Indikation am Freitag bei etwa 25.520 Punkten, ein Plus von 0,5 bis 0,7 %.

Nikkei holt Teil des Einbruchs auf

Am Donnerstag hatte der japanische Leitindex Nikkei 225 mit minus 4,9 % so viel verloren wie an keinem Tag seit März. Auslöser waren Sorgen, dass die Finanzierung von KI-Projekten auf wackligen Füßen steht. Am Freitag stieg der Index um 1,8 % auf rund 65.600 Punkte. Laut CNBC trug Nvidia-Chef Jensen Huang dazu bei. Er verteidigte öffentlich die Finanzlage von CoreWeave, einem Anbieter von Rechenzentren für KI.

Berichtssaison nimmt Fahrt auf

Heute legen Bank Central Asia, Reliance Industries und SCB X Quartalszahlen vor. Reliance zählt zu den größten Konzernen Indiens und gibt Einblick in Konsum und Energienachfrage bei hohen Ölpreisen. Am 20. Oktober folgen laut Earnings-Kalender des NeumannTerminal Netflix und der Hersteller von OP-Robotern Intuitive Surgical mit Zahlen zum dritten Quartal.

Gold, Öl und Euro

Gold verteuerte sich um 0,67 % auf 4.198 Dollar je Feinunze. Fallende Anleiherenditen und die angespannte geopolitische Lage stützten das Edelmetall. Öl wurde billiger. Die US-Sorte WTI verlor laut Reuters rund 0,7 % auf etwa 97,30 Dollar je Barrel, die Nordseesorte Brent lag bei etwa 105,30 Dollar. Grund sind Berichte über eine mögliche Lockerung der US-Sanktionen gegen Schattentanker, die russisches Öl transportieren. Zudem erwägt die Internationale Energieagentur IEA, Notreserven freizugeben. Billigeres Öl dämpft den Preisdruck, das Niveau bleibt aber hoch. Der Euro stieg um 0,13 % auf 1,12 Dollar.

Bitcoin und Ethereum

Bitcoin gewann 1,67 % auf 82.156 Dollar. Die gesunkenen Zinserwartungen halfen, weil niedrigere Zinsen riskantere Anlagen anziehender machen. Ethereum legte mit 4,00 % deutlich stärker zu und notierte bei 2.451 Dollar. Beide Kryptowährungen profitierten auch vom schwächeren Dollar.

Termine

Quellen

Dieser Marktbericht entsteht jeden Morgen automatisch mit KI aus dem NeumannReport, aus Nachrichtenquellen und Kursdaten. Die Texte sind eigene Zusammenfassungen, keine Agenturmeldungen.

Die Inhalte dienen der Information und Bildung, nicht der persönlichen Anlageberatung oder einer Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Kurse, Kennzahlen und Erwartungen können sich ändern. Ausführlicher Hinweis.

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